Chor-Ausflug Sonntag, 06. September 2015

 

Um 0800 Uhr versammelten sich 23 Sängerinnen und Sänger auf dem Bahnhof Weinfelden. Mit dem Thurbo-Zug fuhren wir nach Gossau und mit dem Appenzeller Bähnli nach Herisau. Nach einem kurzen Kaffeehalt und einer noch kürzeren Fahrt nach Schachen ging es auf Schustersrappen los. Ca. eine halben Stunde später erreichten wir das Dorf Schwänberg. Hier teilten wir uns in zwei Gruppen.
Die erste Gruppe schaute sich das alte Rathaus an. Dieser herrschaftliche Riegelbau wurde zwischen 1627 und 1630, während des Dreissigjährigen Krieges, für den Arzt und Söldnerhauptmann Hans Conrad Zuberbühler erbaut. Das Gebäude hat nie als Rathaus gedient. Trotz vielfältiger Nutzungen über die Jahrhunderte blieben viele wertvolle Elemente erhalten: von Grisaillemalereien über Intarsienportale bis hin zu aufwändig verzierten Türbeschlägen. Alte Appenzeller Möbel und historische Schaustücke verleihen dem Haus eine besondere Note. 1993 bis 1995 wurde das Haus unter Mitwirkung der Eidgenössischen Denkmalpflege umfassend restauriert.

 

Die zweite Gruppe wurde über das alte Dorf Schwänberg informiert. Der Schwänberg wurde ca. 821 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Siedlungen im Appenzellerland, Relikte eines spätmittelalterlichen Herrschaftshauses finden sich im Rutenkaminhaus, das älteste Holzhaus in Herisau. Dieses wurde angeblich am spätmittelalterlichen Turmrumpf, in mehreren Bau-etappen ergänzt: 1491 traufständiges Tätschdachhaus (Heiden-haus), 1590 Vergrösserung zum giebelständigen Tätschdachhaus, 1674 letzte Erweiterung, Umbau zum Steilgiebeldach. Aus dem 17. Jahrhundert ist der erhaltene und noch heute genutzte Rutenkamin mit trichterförmig sich verengendem Rauchfang über drei Feuerstellen im Küchenraum. Verschiedene Restaurierungen erfolgten in jüngster Zeit.

 

Nach diesen interessanten Besichtigungen wanderten wir durch die Wissbachschlucht, ein wildromantisches Seitental der Glatt. Vorbei an der Wissbachbrücke stiegen wir schliesslich am rechten Nagelfluhhang hinauf. Mit grossem Getöse fällt das Wasser die ausgefressene Felsenge hinab. Oben an der Schlucht ist wieder der ruhige, breite Bach, der unweit von Schwellbrunn entspringt. Der Weg führte uns an eine Feuerstelle. Hier lüftete unsere Reiseleiterin, Heike Aus der Au, ihr Geheimnis, warum sie einen derart grossen Rucksack mitführte. Selbst Gebackenes, Holunderlikör und Traubensaft wurde uns offeriert. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging die Wanderung weiter zum Weiler Tal. Hier wurden wir von einem Taxi abgeholt und zur Klangarena in Degersheim gefahren.

 

 

 

Hier wurden wir von Oliver Lüttin mit einem feinen Apéro empfangen. Weiter ging es zum Mittagessen, bestehend aus einem thai-ländischen Menue. Nachdem wir uns verpflegt hatten, wurden wir von Oliver Lütten in seine Klangwelt eingeführt. Er erklärte uns ausführlich wie er dazu gekommen ist, aus hohlen Baumstämmen Instrumente zu machen. Nebst den Ausführungen spielte er kurze Stücke auf den verschiedenen Instrumenten. Auch von seinen neuen Projekten wusste er zu erzählen.

 

 

 

Als letzter Höhepunkt der schönen und kurzweiligen Chorreise besuchten wir den Markt in Degersheim. Um 1645 Uhr hiess es Abschied nehmen in Degersheim und um 1750 Uhr verabschiedeten wir uns auf dem Bahnhof Weinfelden. Doch halt, einige Unentwegte begaben sich noch ins Gasthaus "Eigenhof" zu einem "Znacht".

 

 

 

Heike hat uns einen wunderbaren Tag mit vielen unvergesslichen Erlebnissen organisiert. Dir Heike gehört unser herzlicher Dank für deine grosse Arbeit.

 

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