Gemeinsames Herbstkonzert

 

 

Bunte Palette musikalischer Leckerbissen

 

Nach einer vierjährigen Pause begeisterte die Musikgesellschaft Märstetten und der Frauen- und Männerchor Ottoberg wiederum gemeinsam das zahlreich erschienene Publikum mit ihrem anspruchsvollen Herbstkonzert.

 

Der grosse Aufmarsch vom Sonntagabend in der Weitsicht zeigte deutlich: das Publikum war glücklich, dass die Idee des gemeinsamen Auftritts wieder aufgenommen wurde. Mit der Barock-Komposition «Fanfare and Chorus» eröffnete die Musikgesellschaft Märstetten mit seinem engagierten Dirigenten Suso Stoffel und einem spielfreudigen Corps den Abend, durch den Moderatorin Anne Varenne die Zuhörer führte. Die Anwesenden kamen in den Genuss von hörenswerten Musikvorträgen, dies im Zeichen einer grossen Musikvielfalt. Die Kirchenmusik «La lieta vita» versetzte das Publikum in die Zeit der Reanissance und die einleitende Melodie des Hauptthemas zum Film «Papillon» liess das Publikum im Walzertakt mitwiegen.

 

Chor und Blasmusik vereint

 

Erneut mustergültig gelang es Dirigentin Karin Bonderer zusammen mit ihren Sängerinnen und Sänger die anspruchsvolle Aufgabe, mit ihrem hervorragend und minutiös einstudierten Chorgesang der klanglichen Übermacht des Blasorchesters mitzuhalten, sie hat für die beiden gemeinsamen Werke den Chorpart ausgezeichnet einstudiert. Die Instrumentalisten ebneten durch Zurückhaltung dem Chor den Weg für dessen gesangliche Entfaltung. Gemeinsam erfreuten die beiden Vereine ihre Zuhörer mit der Hymne «Land of hope and glory» aus dem Marsch «Pomp and Circumstance» und luden diese zum Mitsingen ein. Ohne musikalische Begleitung präsentierte der Chor mit seinem gepflegten Gesang «Swing the Prelude», Hazy Osterwalds unvergesslicher «Kriminaltango» und «Have a nice day». Ein weiterer Höhepunkt bildeten Frank Sinatras «My way» mit den herausragenden Solisten Severin Blaser (Alt-Saxofon), Patrick Spiri (Flügelhorn) und Eveline Zuber (Posaune).

 

Erfreulich, dass auch einige Jungmusikanten mitspielen durften und damit die Freude geweckt wird, um den Nachwuchs zu sichern.   

 

Mit einer Melodienfolge aus «My Fair lady», ein Medley aus Bernsteins «West Side story» und der «Ode to joy» aus Beethovens Neunter, vorgetragen von Musikgesellschaft und Chor, fand das Konzert seinen Abschluss. Mit grossem Applaus bedankte sich das Publikum bei den beiden Vereinen und erhielt dafür eine Zugabe.

 

                                                                                                                          Werner Lenzin

 

Voranzeige -  Festchor

 

 

Chorreise 2019

 

Chorspuren auf der Halbinsel Reichenau

 

Es war im Jahr 724, als der Heilige Pirminius - ein Wanderbischof - auf der Reichenau eine Kapelle bauen liess und die ersten Spuren auf der Insel hinterliess. Die Insel war damals noch wie von einem Urwald bewachsen und voll von Schlangen, Kröten und Insekten. Dort wo Pirminius zuerst die Füsse auf die Insel setzte, bildete sich eine Quelle. Das Ungeziefer aber floh während dreier Tage von der Insel und schwamm über den See. Pirminius und seine Begleiter rodeten das Gebiet, machten die Insel für die Menschen bewohnbar und gründeten ein Kloster. - So sagt es eine Gründungssage.

 

.....Und so war es, dass  am Sonntag, 1. September 2019, der Frauen- und Männerchor Ottoberg auf seinem Chorausflug auf der Reichenau Fuss fasste und auf der Insel Spuren der heutigen Zeit hinterliess, Spuren, die jedoch kaum in die Geschichte der Insel eingehen werden - wir haben uns ja, wie es sich für einen Chor ziemt, höchst anständig benommen! Aber vielleicht gehen ja die Spuren unseres Ausflugs in die Chor-Annalen ein!?

 

Nach der THURBOfahrt von Weinfelden zum Kreuzlinger Hafen, genossen wir auf dem Oberdeck der „Schaffhausen“ die immer wieder attraktive Passage auf dem Seerhein durch Konstanz - wir mussten allerdings unter der alten Rheinbrücke zufolge des aktuellen Wasserstandes fat die Köpfe einziehen - und gleiteten gemächlich hinein in die idyllische Landschaft des Untersees bis zur Reichenau. Wir genossen aber nicht nur die beschauliche Schifffahrt, wir erfreuten uns auch an einem Morgen-Kaffee samt Gipfel, oder schlüfeleten zufrieden bereits den ersten Apéro!

 

Die einen Kaffee-Gipfel gestärkt, die anderen Apéro beschwingt, nahmen wir ab der Schifflände Reichenau leichtfüssig den flachen Insel-Rundweg entlang dem See Richtung Westen unter die Schuhe, vorbei an Gärten, Gemüsefeldern und Gewächshäusern. Nicht dass es hätte sein müssen, aber zu verlockend war das Uferrestaurant am Campingplatz „Sandseele“ um nicht einen kurzen Marschhalt einzuschalten...und nicht nur um die Beine ein wenig zu strecken. Naja, so ein Viertele - oder eben ein zweiter Apéro - tat jeder Seele gut! Wer nun aber glaubt, die Sandseele hätte etwas mit unserer inneren Seele zu tun, der liegt total daneben. Da war einst ein Platz zur Sandgewinnung am „Seele“, was in der alten Sprache die Bezeichnung für kleinstes stehendes Gewässer ist, wie uns die immer gut informierte und für alles interessierte „Reiseleiterin“ Ines Aubry zu erklären wusste.
Ohne Sand in den Schuhen brachen die guten Seelen des Chors wieder auf und strebten seelenvergnügt, bereits aber mit knurrenden Mäglis, „Georg’s Fischerhütte“ entgegen. Fisch und Platter Vogel - ein würziges Putenfilet - wurden aufgetragen...Aber da fehlt ja - nein, nicht so ein Platter Vogel -, „da fehlt ein Sänger!...Wo ist unser Hans?“ wurde da plötzlich in die Runde gerufen! Aufregung am langen Tisch! „Den habe ich doch in der „Sandseele“ noch gesehen“,...“der hockte doch dort auf einer Bank“, ... „der kann ja sonst auch gut reden und könnte ja nach der Fischerhütte fragen, er ist ja kein Kindergärtler mehr und wird den Weg zu uns oder dann zurück zur Schifflände wohl finden“ tönte es. Besorgt, immer noch pflichtbewusstes Statthalterblut in sich, spurtete Peter Jünger wieder zur „Sandseele“, kehrte aber alleine zurück.

 

Wir setzten nach dem Mittagessen unseren Weg fort - aber was wäre ein Ausflug auf die Reichenau ohne den Besuch einer Kirche? In der romanischen Basilika St. Peter und Paul - zweitälteste Kirche auf der Insel und um 799 von Bischof Egino von Verona erbaut - bestaunten wir nicht nur die eindrucksvollen Fresken, wir liessen auch zwei Lieder erschallen und staunten über die grossartige Akustik, durch die unsere Stimmen wunderbar getragen wurden. - Beseelt durch diesen gesanglichen Zwischenhalt führte uns der Weg weiter und zurück zur Schifflände,...und was erlebten und entdeckten wir hier??? Seelenruhig hockte der „verlorene Sohn“ auf einer Bank, als wäre nichts geschehen! Er habe auf einem Bänkli bei der „Sandseele“ seine müden Glieder ausgestreckt und sei dabei eingeschlafen, erzählte er uns und brummelte „Irgendwann kommt ihr ja schon wieder zur Schifflände zurück“. Glücklich - begreiflicherweise vor allem für unsere Organisatorin Ines - wieder alle 22 „Schäfchen“ auf dem Schiff zu haben, tuckerten wir nach Ermatingen hinüber. Noch klüger als im Zug zu fahren ist - das dachte sich wohl Ines -, sich mit dem Postauto quer durch unseren wunderschönen Thurgau chauf-fieren zu lassen. So kamen wir nach einer  gemüt-lichen Fahrt durch Dörfer und Weiler, die wir sonst „links“ oder „rechts“ liegen lassen, wohlbehalten und zufrieden wieder in Weinfelden an.

 

Mit einem herzlichen Dank an Ines Aubry für den auch dieses Jahr  bis ins letzte  Detail perfekt organisierten Ausflug, bereichert mit ihren informativen  Ausführun-gen zu Teilen des seit dem Jahre 2000 bestehenden UNESCO-Weltkulturerbes,  abschiedeten wir uns - die „Höckler“ allerdings erst nach einem Imbiss und Schlummertrunk im Eigenhof - in den Sonntagabend.

 

Für den Frauen- und Männerchor Ottoberg (www.fumchor-ottoberg.ch)
Fredy Lüthy

 

Maibummel 2019

 

Zeit die man im Wald verbringt, ist niemals verschwendete Zeit

 

Ein Maibummel wie aus dem Bilderbuch - schönes Wetter und eine frohgelaunte Organisatorin.

Kurz nach 1730 Uhr marschierte der Chor beim Schulhaus Ottoberg in westlicher Richtung ab, um nach einigen 100 Metern rechts in den Wald abzubiegen. Eine erste Überraschung folgte schon nach einer knappen Viertelstunde Marschzeit. Franz hielt für uns gegrillte Bratwürste und Servelas bereit. Nicht fehlen durfte natürlich feiner Weiss-, Rotwein und Mineralwasser. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging die Wanderung via Weiler Wald Richtung Eugelberg weiter. Kurz vor dem Hof Eugelberg bogen wir rechts gegen den Wald ab und folgten den Anweisungen von Franz. Nach kurzer Zeit kamen wir zur "widerrechtlich" hergestellten Holzbrücke und danach zum Wanderziel - der Altenburg. Nach einer weiteren Verpflegung mit dem traditionellen Speckgugelhopf von Vreni ging die Wanderung weiter bis zurück zum Schulhaus Ottoberg.

Mit den Autos fuhren wir nach Bänikon und liessen den Tag bei feinstem Essen und einigen gesungenen Liedern ausklingen. Einen herzlichen Dank gebührt Vreni und Franz Tschann für die Organisation, die Würste, den Wein und für das Glas Honig, das jede Sängerin und Sänger mit nach Hause nehmen durfte.

 

Jahresprogramm 2019

in nachstehender Datei

 

Kalender 2019.xls
Microsoft Excel Tabelle 55.0 KB

 

Gesangsproben, pünktlich 2000 Uhr, Singsaal Weitsicht, Märstetten. Wir bitten alle Sängerinnen und Sänger um pünktliches Erscheinen.

Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.

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