Die Corona-Krise nimmt kein Ende, und mit den beschlossenen Massnahmen des Bundesrates vom 16. März 2020 sind auch wir Sängerinnen und Sänger direkt betroffen.

 

Der Bundesrat verbietet öffentliche und private Veranstaltungen. Dazu gehören auch Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten. Auch alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen werden geschlossen. Das sind namentlich:

Einkaufsläden und Märkte

Restaurationsbetriebe

Barbetriebe sowie Diskotheken, Nachtclubs und Erotikbetriebe

Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, namentlich Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Schwimmbäder, Wellnesszentren und Skigebiete, botanische und zoologische Gärten und Tierparks

Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios und Kosmetik

 

Deshalb bis auf weiteres keine Gesangsproben. Wir orientieren laufend.


 

Jahresversammlung 2019

 

24. Februar 2020

 

Beginn 1830 Uhr im Restaurant "Eisenbahn" mit einem von Hansruedi Studer gespendeten Apéro und dem Einzug des Jahresbeitrages. Anschliessend das feine Nachtessen und pünktlich um 2015 Uhr eröffnete unser Präsident Hansruedi Studer die offizielle 20-igste Jahresversammlung. Ohne grosse Diskussionen wurden die Traktanden Bestellung Büro, Protokoll der letzten Jahresversammlung, Jahresbericht, Jahresrechnung mit Budget durchgewunken. Beim Traktandum Mutationen mussten wir den Austritt von Reni Signer zur Kenntnis nehmen. Dafür konnten wir Hans Bieri neu in den Verein aufnehmen. Für 10 Jahre Mitgliedschaft durften wir Vreni Tschann, Elsbeth Oehler, Uli Egner, Reni Signer und Angela Herzog und für 20 Jahre Bruno Fankhauser ehren. Als neue Präsidentin wurde Mägi Hohl und als neue Aktuarin Heike Aus der Au einstimmig gewählt. So setzt sich der neue Vorstand wie folgt zusammen: Präsidentin Mägi Hohl, Vize-Präsidentin Vreni Tschann, Kassier Daniel Löpfe, Aktuarin Heike Aus der Au und für Besondere Aufgaben Fredy Lüthy. Das Jahrespro-gramm wurde diskussionlos genehmigt. Nach der Umfrage konnte Hansruedi die Versammlung schliessen und wir den feinen Dessert geniessen. 

 

 

Jahresbericht Januar – Dezember 2019          Jahr 20  _______________________________________________

 

 

„Die Welt ist eine fröhliche Schöpfung. Beweis: Alle Vögel singen in C-Dur“. Das sagt der französische Schriftsteller Jean Giono (1895 - 1970) in einem Zitat. - In welch grossartiger Welt müssen wir vom Chor leben, singen wir doch nicht nur in C-Dur, sondern auch in B-Dur, in E-Dur, in As-Dur und sogar in Moll! Welche besonderen Vögel müssen wir da wohl sein? Paradiesvögel? Oder singen wir deshalb einfach paradiesisch schön? - Wie auch immer, Gesang und Musik begleiten uns durchs ganze Jahr und stimmen uns fröhlich...dies ganz sicher am Dienstagabend!

 

Einen ersten Beweis für unser gesangliches Können gaben wir an der ersten Probe vom 05. Februar. 3 neue Lieder wurden eingesungen, und bei den Liedern aus unserem Repertoire wurden die Singplätze innerhalb der Stimmen vermischt. Ein neues Jahr, neue Versuche. Und wie es klang? Naja,...gut natürlich! Ein neues Jahr löst aber auch immer wieder mal Vorsätze aus. Fast wie einer Neujahrsansprache lauschten wir Karin’s Vorsatz mit ihren ausdrucksvollen Worten (die wortwörtliche Wiedergabe ist dem Hirn des Schreiberlings leider entschwunden):Ich werde im Fall nie meh verruckt, nöd emol bimene kurzfristige Absäge fürs Altersheimsinge, wo mir zu mene „Rumpfchörli“ gschmolze sind, und doppelstimmig händ müese singe.“ - Aber eigentlich wäre es fast schade, sie weder verärgert zu hören, noch verärgert zu sehen(!). Doch mit uns ist es ja ab und zu wirklich fast zum Verrücktwerden, sei’s beim Singen, sei’s mit dem ewigen Schnäderen, oder sei’s mit dem Fehlen!

 

Die Bäuchlein nach einem bekömmlichen Znacht wohlig gefüllt, und fröhlich gestimmt dank Apéro und essensbegleitenden Getränken mit und ohne Volumen-%e, begrüsste Präsident Hansruedi am Donnerstag, 14. Februar, auf dem Thurberg die 33 Anwesenden und eröffnete den geschäftlichen Teil der Jahresversammlung. Was an der GV ablief, können wir in Reni‘s wiederum perfekt verfasstem Protokoll lesen, aber leider nicht mehr aus ihrer klingenden Sopranstimme vernehmen. Das Protokoll wurde uns - und wird uns künftig - nach neuem Beschluss zugestellt. Dafür soll neu wieder der Jahresbericht-Schreiber seine Freude am Vorlesen haben - wie es früher schon war.

 

Der Samstag, 23. März, war dann eben erneut der Tag des „Rumpfchörlis“. Aber ganz nach ihrem Vorsatz wurde Karin nicht verrückt. Es hätte sich auch nicht gelohnt, denn die Chörli-Leute sangen beherzt und aus voller Kehle und erfreuten die Herzen der Betagten im Altersheim Bannau und im Alterszentrum Bussnang. Und als die Leute bei altbekannten Liedern mitsingen durften, stand sichtlich doppelte Freude in ihren Gesichtern.

 

Dienstag, 30.04.: Aufruf zum Lied Nr. xyz. Ordner werden auf die Knie gelegt. Klapp, klapp, klapp, werden die Ordner geöffnet. Notengeraschel! Das Lied wird gesungen. Klapp, klapp, klapp, die Noten werden wieder geräuschvoll versorgt. - Karin möchte diesem ewigen Klappern ein Ende setzen. In GROSSER Arbeit hat sie für jede und jeden die Konzertnoten in Sichthüllen gelegt und gibt uns, mit dem persönlichen Namen versehen, fixfertige Konzertmäppli ab. Welche Büez!  Klap-pern soll nur noch der Storch! - Ob das wohl klappen wird?...Leicht rascheln wird es wohl weiterhin!?

 

„Zeit, die man im Wald verbringt, ist niemals verschwendete Zeit.“ „Wir freuen uns, mit Euch im Wald und zur Ruine Altenburg unterwegs zu sein. Sie ist wirklich etwas Besonderes,...und da unser Chor eben auch etwas Besonderes ist, passt dieser Ort perfekt für unseren Maibummel.“ Mit diesem Zitat und diesen einladenden Worten wurden wir von Vreni und Franz Tschann zum Mai-Bummel auf den 1. Mai-Abend eingeladen. Ob wir wirklich so „besonders“ sind??? Naja, ganz sicher aber ist, dass der Maibummel einmal mehr etwas Besonderes war. Beim Schulhaus Ottoberg lachte uns nicht nur die Abendsonne entgegen, sondern auch die strahlende, immer ideenreiche 1. Mai-Organisatorin Vreni. Weinglas-Umhänger wurden verteilt, und nach einem kurzen Marsch um zwei-drei Häuser, erwartete uns Obergrillmeister Franz auf dem Brätliplatz „Eigen“ mit Würsten auf dem Rost. Mit Daniel’s rotem „Türmliwy“ und Franzen’s weissem „Müürliwy“ - Mineral gab’s natürlich auch (!) -, genossen wir die Stärkung und Beschwingung für den Weitermarsch zur „Altenburg“. Während einer spannenden „Geschichtsstunde“ von Vreni über die Ruine Altenburg und die archäologischen Funde, schnabulierten wir - es hätte sonst etwas gefehlt - ihren legendären, vorzüglichen Speckgugelhopf. Wieder in Ottoberg, ging es dann mit einem „Hüpf“ übers Thurtal - natürlich motorisiert - nach Bänikon. Im „Ochsen“ liessen wir uns an den von Vreni blumig und mit Honigtöpflis dekorierten Tischen, mit Köstlichem aus der gepflegten Ochsen-Küche verwöhnen und mit Edlem aus „Bacchus’s“ Keller verführen. Vielen Dank, liebe Tschann’s, für den erlebnisreichen Maibummel.

 

Bei schönster Abendstimmung bewirteten wir am 25.06. in Ottoberg am Platzkonzert der Musik-gesellschaft Märstetten die dieses Jahr erfreulich grosse Zuhörerschar, sowie die Musikanten.

 

Chorspuren hinterliessen wir am Sonntag, 01.09., an unserem Ausflug auf die Halbinsel Reichenau. Im THURBO ging’s nach Kreuzlingen, und auf dem Oberdeck der „Schaffhausen“ genossen wir bei Kaffee und Gipfeli die einen und den ersten Apéro die andern, die immer wieder attraktive Fahrt auf dem Seerhein durch Konstanz und durch die Gewässer des Untersees zur Reichenau. Gestärkt und beschwingt nahmen wir leichtfüssig den Insel-Rundweg unter die Schuhe, vorbei an Gärten, Gemüsefeldern und Gewächshäusern. Zu verlockend war dann das Uferrestaurant am Campingplatz „Sandseele“, um nicht noch einen kurzen Marschhalt einzuschalten. Naja, so ein Viertele - oder sonst ein „Tröpfle“ - tat jeder Seele gut. Ohne Sand in den Schuhen brachen wir seelenvergnügt wieder auf und strebten mit bereits knurrenden Mäglis „Georg’s Fischerhütte“ entgegen. Salat, Fisch und Platter Vogel - ein würziges Putenfilet - wurden aufgetragen. Aber da fehlt ja - nein, nicht so ein Platter Vogel - da fehlt unser Hans! Wo ist er? Aufregung an den Tischen. Der hockte doch bei der „Sandseele“ auf einer Bank. Besorgt, immer noch pflichtbewusstes Statthalterblut in sich, spurtete Peter Jünger wieder zur „Sandseele“, kehrte aber alleine zurück. Naja, Hans wird schon wieder irgendwo auftauchen. - Was wäre aber ein Ausflug auf die Reichenau ohne einen Kirchenbesuch? In der romanischen Basilika (799 erbaut) liessen wir zwei Lieder erschallen und staunten über die grossartige Akustik, durch die unsere Stimmen wunderbar getragen wurden. Beseelt durch diesen gesanglichen Zwischenhalt führte uns der Weg zurück zur Schifflände....und, wer hockte da quitschvergnügt auf einer Bank?: Unser verlorener Sohn! Er sei auf dem Bänkli eingepennt und dachte dann: „Irgendwenn chömed diä denn scho wieder zu de Schiffländi zrugg.“ Und so war’s! - Mit dem Kursschiff tuckerten wir hinüber nach Ermatingen und liessen uns mit dem Postauto quer durch den wunderschönen Thurgau nach Weinfelden chauffieren. - Ines sei herzlich gedankt für den wiederum bis ins letzte Detail perfekt organisierten Ausflug, bereichert mit ihren diversen interessanten Informationen zum UNESCO Weltkulturerbe Reichenau.

 

Eine - fast - philippinische Nacht erlebten wir am 10.09. nach dem Singen im besonderen Ambiente von Carmens Welt im Unterhard. Aus Anlass ihres bereits gefeierten Geburtstags der doppelten 5, wurden wir verwöhnt mit selbstgemachten Frühlingsrollen, Poulet „Ailerons“ (Flügeli mariniert), Pommes, Gemüse Dips, Süssem und Flüssigkeiten in jeder Menge. Wir liessen Carmen hoch leben!

 

Chor und Blasmusik vereint, das war am Herbstkonzert der MGM vom 17.11. in der Weitsicht. Und so war in der Zeitung - u.a. - zu lesen: „Erneut mustergültig gelang es Dirigentin Karin Bonderer zusammen mit ihrem Chor die anspruchsvolle Aufgabe, mit ihrem hervorragend und minutiös ein-studierten Gesang der klanglichen Übermacht des Blasorchesters mitzuhalten, und die Instrumentalisten ebneten durch Zurückhaltung dem Chor den Weg zu dessen gesanglicher Entfaltung“. Was wollen wir noch mehr? Und auch Karin äusserte sich: „Noch nie wurden wir von der Musik so sehr getragen. Unsere Lieder haben gut getönt, und ihr habt zudem schön ausgeschaut!“

 

Sind wir hier im „Storchen“? Er ist kaum mehr zu erkennen, dank dem wunderbaren „Outfit“, das Vreni Tschann der Trotteria gab. Bei einer Spaghettata beendeten wir am 03.12. unser Chorjahr.  „Es ist Zeit, für das, was war, danke zu sagen, damit das, was werden wird, unter einem guten Stern beginnt.“ Mit diesem Zitat an einem Säckli, von Vreni mit tausenden Sternlis gefüllt, kann man Dank und Neubeginn kaum schöner sagen. Mit blumigen Worten dankte sie Karin für das VIELE, das sie im Hintergrund für uns leistet und schenkte ihr ein Märlibuch, das Karin schon lange suchte. Der Präsident schloss sich dem Dank an, den er auch an alle im Chor Engagierten richtete und liess dann gleich noch die „Katze aus dem Sack“: Der präsidiale Stuhl wird neu bestiegen von Mägi Hohl! Zusammen mit Vreni Tschann - als Bindeglied zur Gemeinde - wird sie die weiteren Geschicke des Chors leiten. Tosender Applaus! Mägi freut sich auf die neue Herausforderung - und wir freuen uns auf das neue Chorjahr mit Mägi als Präsidentin. Chor- und Konzertjahr 2020, du kannst kommen!

 

Der Jahresberichtschreiberling Fredy Lüthy                         Dezember 2019

 


 

Schlusshock 2019

 

Dieses Jahr fand unser Jahresschluss im Restaurant "Storchen" statt. Zu Beginn durften wir die schöne Dekoration und das Präsent von Vreni Tschann bestaunen. 

Unser Präsident liess das vergangene Jahr nochmals Revue passieren. Er dankte insbesondere unserer Dirigentin Karin und Vreni für die gelungene Dekoration. Nach einem feinen Essen, einigen Liedern und vielen guten Gesprächen klang der gelungene Abend aus. 


 

Gemeinsames Herbstkonzert

 

 

Bunte Palette musikalischer Leckerbissen

 

Nach einer vierjährigen Pause begeisterte die Musikgesellschaft Märstetten und der Frauen- und Männerchor Ottoberg wiederum gemeinsam das zahlreich erschienene Publikum mit ihrem anspruchsvollen Herbstkonzert.

 

Der grosse Aufmarsch vom Sonntagabend in der Weitsicht zeigte deutlich: das Publikum war glücklich, dass die Idee des gemeinsamen Auftritts wieder aufgenommen wurde. Mit der Barock-Komposition «Fanfare and Chorus» eröffnete die Musikgesellschaft Märstetten mit seinem engagierten Dirigenten Suso Stoffel und einem spielfreudigen Corps den Abend, durch den Moderatorin Anne Varenne die Zuhörer führte. Die Anwesenden kamen in den Genuss von hörenswerten Musikvorträgen, dies im Zeichen einer grossen Musikvielfalt. Die Kirchenmusik «La lieta vita» versetzte das Publikum in die Zeit der Reanissance und die einleitende Melodie des Hauptthemas zum Film «Papillon» liess das Publikum im Walzertakt mitwiegen.

 

Chor und Blasmusik vereint

 

Erneut mustergültig gelang es Dirigentin Karin Bonderer zusammen mit ihren Sängerinnen und Sänger die anspruchsvolle Aufgabe, mit ihrem hervorragend und minutiös einstudierten Chorgesang der klanglichen Übermacht des Blasorchesters mitzuhalten, sie hat für die beiden gemeinsamen Werke den Chorpart ausgezeichnet einstudiert. Die Instrumentalisten ebneten durch Zurückhaltung dem Chor den Weg für dessen gesangliche Entfaltung. Gemeinsam erfreuten die beiden Vereine ihre Zuhörer mit der Hymne «Land of hope and glory» aus dem Marsch «Pomp and Circumstance» und luden diese zum Mitsingen ein. Ohne musikalische Begleitung präsentierte der Chor mit seinem gepflegten Gesang «Swing the Prelude», Hazy Osterwalds unvergesslicher «Kriminaltango» und «Have a nice day». Ein weiterer Höhepunkt bildeten Frank Sinatras «My way» mit den herausragenden Solisten Severin Blaser (Alt-Saxofon), Patrick Spiri (Flügelhorn) und Eveline Zuber (Posaune).

 

Erfreulich, dass auch einige Jungmusikanten mitspielen durften und damit die Freude geweckt wird, um den Nachwuchs zu sichern.   

 

Mit einer Melodienfolge aus «My Fair lady», ein Medley aus Bernsteins «West Side story» und der «Ode to joy» aus Beethovens Neunter, vorgetragen von Musikgesellschaft und Chor, fand das Konzert seinen Abschluss. Mit grossem Applaus bedankte sich das Publikum bei den beiden Vereinen und erhielt dafür eine Zugabe.

 

Werner Lenzin


 

Voranzeige -  Festchor

 


 

Chorreise 2019

 

Chorspuren auf der Halbinsel Reichenau

 

Es war im Jahr 724, als der Heilige Pirminius - ein Wanderbischof - auf der Reichenau eine Kapelle bauen liess und die ersten Spuren auf der Insel hinterliess. Die Insel war damals noch wie von einem Urwald bewachsen und voll von Schlangen, Kröten und Insekten. Dort wo Pirminius zuerst die Füsse auf die Insel setzte, bildete sich eine Quelle. Das Ungeziefer aber floh während dreier Tage von der Insel und schwamm über den See. Pirminius und seine Begleiter rodeten das Gebiet, machten die Insel für die Menschen bewohnbar und gründeten ein Kloster. - So sagt es eine Gründungssage.

 

.....Und so war es, dass  am Sonntag, 1. September 2019, der Frauen- und Männerchor Ottoberg auf seinem Chorausflug auf der Reichenau Fuss fasste und auf der Insel Spuren der heutigen Zeit hinterliess, Spuren, die jedoch kaum in die Geschichte der Insel eingehen werden - wir haben uns ja, wie es sich für einen Chor ziemt, höchst anständig benommen! Aber vielleicht gehen ja die Spuren unseres Ausflugs in die Chor-Annalen ein!?

 

Nach der THURBOfahrt von Weinfelden zum Kreuzlinger Hafen, genossen wir auf dem Oberdeck der „Schaffhausen“ die immer wieder attraktive Passage auf dem Seerhein durch Konstanz - wir mussten allerdings unter der alten Rheinbrücke zufolge des aktuellen Wasserstandes fat die Köpfe einziehen - und gleiteten gemächlich hinein in die idyllische Landschaft des Untersees bis zur Reichenau. Wir genossen aber nicht nur die beschauliche Schifffahrt, wir erfreuten uns auch an einem Morgen-Kaffee samt Gipfel, oder schlüfeleten zufrieden bereits den ersten Apéro!

 

Die einen Kaffee-Gipfel gestärkt, die anderen Apéro beschwingt, nahmen wir ab der Schifflände Reichenau leichtfüssig den flachen Insel-Rundweg entlang dem See Richtung Westen unter die Schuhe, vorbei an Gärten, Gemüsefeldern und Gewächshäusern. Nicht dass es hätte sein müssen, aber zu verlockend war das Uferrestaurant am Campingplatz „Sandseele“ um nicht einen kurzen Marschhalt einzuschalten...und nicht nur um die Beine ein wenig zu strecken. Naja, so ein Viertele - oder eben ein zweiter Apéro - tat jeder Seele gut! Wer nun aber glaubt, die Sandseele hätte etwas mit unserer inneren Seele zu tun, der liegt total daneben. Da war einst ein Platz zur Sandgewinnung am „Seele“, was in der alten Sprache die Bezeichnung für kleinstes stehendes Gewässer ist, wie uns die immer gut informierte und für alles interessierte „Reiseleiterin“ Ines Aubry zu erklären wusste.
Ohne Sand in den Schuhen brachen die guten Seelen des Chors wieder auf und strebten seelenvergnügt, bereits aber mit knurrenden Mäglis, „Georg’s Fischerhütte“ entgegen. Fisch und Platter Vogel - ein würziges Putenfilet - wurden aufgetragen...Aber da fehlt ja - nein, nicht so ein Platter Vogel -, „da fehlt ein Sänger!...Wo ist unser Hans?“ wurde da plötzlich in die Runde gerufen! Aufregung am langen Tisch! „Den habe ich doch in der „Sandseele“ noch gesehen“,...“der hockte doch dort auf einer Bank“, ... „der kann ja sonst auch gut reden und könnte ja nach der Fischerhütte fragen, er ist ja kein Kindergärtler mehr und wird den Weg zu uns oder dann zurück zur Schifflände wohl finden“ tönte es. Besorgt, immer noch pflichtbewusstes Statthalterblut in sich, spurtete Peter Jünger wieder zur „Sandseele“, kehrte aber alleine zurück.

 

Wir setzten nach dem Mittagessen unseren Weg fort - aber was wäre ein Ausflug auf die Reichenau ohne den Besuch einer Kirche? In der romanischen Basilika St. Peter und Paul - zweitälteste Kirche auf der Insel und um 799 von Bischof Egino von Verona erbaut - bestaunten wir nicht nur die eindrucksvollen Fresken, wir liessen auch zwei Lieder erschallen und staunten über die grossartige Akustik, durch die unsere Stimmen wunderbar getragen wurden. - Beseelt durch diesen gesanglichen Zwischenhalt führte uns der Weg weiter und zurück zur Schifflände,...und was erlebten und entdeckten wir hier??? Seelenruhig hockte der „verlorene Sohn“ auf einer Bank, als wäre nichts geschehen! Er habe auf einem Bänkli bei der „Sandseele“ seine müden Glieder ausgestreckt und sei dabei eingeschlafen, erzählte er uns und brummelte „Irgendwann kommt ihr ja schon wieder zur Schifflände zurück“. Glücklich - begreiflicherweise vor allem für unsere Organisatorin Ines - wieder alle 22 „Schäfchen“ auf dem Schiff zu haben, tuckerten wir nach Ermatingen hinüber. Noch klüger als im Zug zu fahren ist - das dachte sich wohl Ines -, sich mit dem Postauto quer durch unseren wunderschönen Thurgau chauf-fieren zu lassen. So kamen wir nach einer  gemüt-lichen Fahrt durch Dörfer und Weiler, die wir sonst „links“ oder „rechts“ liegen lassen, wohlbehalten und zufrieden wieder in Weinfelden an.

 

Mit einem herzlichen Dank an Ines Aubry für den auch dieses Jahr  bis ins letzte  Detail perfekt organisierten Ausflug, bereichert mit ihren informativen  Ausführun-gen zu Teilen des seit dem Jahre 2000 bestehenden UNESCO-Weltkulturerbes,  abschiedeten wir uns - die „Höckler“ allerdings erst nach einem Imbiss und Schlummertrunk im Eigenhof - in den Sonntagabend.

 

Für den Frauen- und Männerchor Ottoberg (www.fumchor-ottoberg.ch)
Fredy Lüthy



 

Jahresprogramm 20210

 

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Kalender 2020.pdf
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Gesangsproben, pünktlich 2000 Uhr, Singsaal Weitsicht, Märstetten. Wir bitten alle Sängerinnen und Sänger um pünktliches Erscheinen.

Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.