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1. August 2021
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Die Welt ist im Wandel, noch nie hatten wir so viel Zeit uns selbst kennen zu lernen und zu akzeptieren, dass es im Moment ist wie es ist.

 

Liebe Sängerinnen

Liebe Sänger

Was wir im Stillen vermutet haben, ist nun eingetroffen. Die vom Bundesamt verschärften Massnahme, im Kampf gegen das Corona Virus bedeuten für unser Chorleben, in einer noch längeren Zwangspause verharren zu müssen.

Die geplante GV vom Donnerstag den 25.Februar 2021 muss auf ein späteres Datum verschoben werden. Eine weitere Planung ist im jetzigen Moment nicht sinnvoll, wir müssen abwarten.

Ich erlaube mir an diese Stelle Karin zu zitieren: Wir sollten warten, bis die Welt wieder in ihren richtigen Angeln ist.

Geduld ist gefragt, nicht immer ganz einfach, aber versuchen wir das Beste aus der Corona Zeit zu machen.

 

Ich wünsche euch herrliche Wintertage, ein warmes Plätzchen, wenn es Draussen kalt ist.

Ich wünsche euch eine schöne Melodie, die euch im Stillen begleiten soll.

Ich wünsche euch gute und positive Gedanken in einer nicht einfachen Zeit.

Ich freue mich schon heute auf ein singendes Wiedersehen.

 

Hebed Sorg und bliibed Xsund

Für den Vorstand

 

Mägi, Präsidentin


Der Traum vom Konzert

 

Wir schreiben den Samstag, 31. Oktober 2020. Es ist kurz vor 19.00 Uhr. Ich stehe auf der Terrasse und sauge ein paar Atemzüge frischer Luft ein. Die frühe Dunkelheit der Winterzeit hat das Licht des herbstlichen Tages bereits abgelöst. Mein Blick schweift westwärts zum Eigenhof und über die Dächer von Weinfelden, hinauf Richtung Ottenberg. Die Konturen des in der Nacht schwarz wirkenden Ottenbergs heben sich vom Nachthimmel ab. Hinter der abfallenden Krete des Hügelzuges thront das Dorf Ottoberg, welches dem Frauen- und Männerchor Ottoberg seinen Namen gibt, und am Fuss von Ottoberg liegt - mitten im Thurgau - Märstetten. Ich lausche hinein in die Stille des frühen Abends...und da ist mir, als hörte ich Glocken läuten, die Glocken der schmucken Kirche von Märstetten. Ach, natürlich! Um 19.00 Uhr würde unser Konzert beginnen, hätte der vermaledeite Covid-19 uns - und vielen anderen Chören und Blasmusiken auch - die Konzerte nicht vermasselt. Und wie im Film, wie in einem Traum, rollen Szenen vor meinen Augen ab, als würde unser Konzert heute Abend stattfinden:

Leute marschieren zur Kirche. Martin Bär, der nette Mesmer, kontrolliert ob auch alle schön die Schutzmaske übergestülpt haben und überwacht, dass männiglich die Hände desinfiziert und auf den Kirchenbänken der vom BAG verlangte Abstand zum Nachbarn eingehalten wird. Wir vom Chor stehen einmarschbereit im Kirchgemeindehaus. Einige scheinen leicht nervös zu sein - was auch sein darf -, nur Karin, unsere Dirigentin, scheint es cool zu nehmen. Die Uhr zeigt drei Minuten vor 19.00 Uhr. Wir gehen schweigend über den Laubengang und den Weg zur Kirche. Die Glocken verstummen, und wir schreiten hinein in die Kirche. Die Sängerinnen und Sänger haben je eine Blume in der Hand. „Best of“ - oder so ähnlich - hätte das Motto sein sollen, ein Strauss der schönsten Lieder, die wir seit 2008 an den sechs Konzerten mit Karin Bonderer gesungen haben. Wir stellen die Blumen zu einem bunten Strauss in eine grosse, schöne Vase vor dem Altar. Im Halbkreis nehmen wir stimmenweise unsere Plätze ein. Was für ein ungewohntes Bild vor uns, alle die lieben Besucher mit Maske auf zu sehen. Ob wir wohl erkennen können, dass ihnen unser Gesang gefällt und die Lieder und die Geschichten, die ihnen Karin und Chorleute dazu erzählen werden, Freude in ihre Gesichter bringen? Karin steht vor uns und, was die Leute nicht sehen können aber sie sicher zum Schmunzeln bringen würde, schneidet, wie immer vor dem ersten Lied, einige kurlige Grimassen, die unsere Angespanntheit, unsere Verkrampfungen lockern und uns zu einem Lächeln, zu einer freudigen Ausstrahlung bewegen sollen. Wir übernehmen den Ton, den uns unsere begnadete Pianistin Andrea Geiger gibt. Karin erhebt die Arme, blickt in die Runde und gibt uns den Einsatz. „Freunde, die ihr seid gekommen, lasst euch grüssen allesamt. Herzlich seid ihr uns willkommen, herzlich reichen wir euch unsre Hand“ schallt als erstes Lied klangvoll durch das hohe Gewölbe der Kirche. Mägi Hohl, unsere neue, temperamentvolle Präsidentin, begrüsst strahlend und mit launigen Worten die Gäste. Ob sie heute wohl erwähnen würde, dass unsere Dirigentin Karin ihren Taktstock nach bald 14 Jahren Chorleitung niederlegen werde, und dies unser letztes Konzert mit ihr sei? Oder wird Präsidentin Mägi einige Abschiedsworte erst auf den Schluss des Konzertes aufsparen? Oder lässt sie es einfach sein? - „Ich möchte dann im Fall keine Abschiedsworte vor dem Publikum hören. Noch will ich hören, dass dieses Konzert mein Schlusskonzert ist“, das sagte Karin in ihrer Bescheidenheit schon kurz nach dem wir mit dem Üben der Konzertlieder  begonnen hatten. Karin erhebt die Hände, erweckt unsere Aufmerksamkeit und gibt den Einsatz zum zweiten Lied.................................................................................................................

Filmriss!!! Ich erwache aus meiner Träumerei.....aus der Traum vom Konzert!

 

Covid bestimmte unser Leben                    Schön wäre es gewesen heut‘

Wir alle mussten uns ergeben                     mit Xang erfreuen all‘ die Leut‘.

auf vieles mussten wir verzichten               Doch in der Kirche blieb es still...

und uns nach den Verboten richten.           ...auf bessre Zeiten - so Gott will.

 

Fredy Lüthy            

 

Samstagabend, 31. Oktober 2020


Frauen- und
Männerchor Ottoberg                                        Ende November
 2020

 

letzter Brief aus der Schreibstube im Corona-Scheissjahr  2020,
....oder Worte zum durch Corona vermiesten Schlusshock!


Wäre (!) das eine „läässe“ Sache heute schreiben zu können:
Meine Lieben, am 15.12. um 19 Uhr geht’s los mit dem Schlusshock im Stelzenhof.
Zuerst gibt’s draussen zur Begrüssung einen Jägertee - für die einen schnapsig verdünnt, für die andern schnapslos dünn. Man kann damit nicht nur das Innenleben, man kann auch so schön die Hände am Tassli erwärmen. Dann gibt’s im „Jägersäli“ aus der Stelzi-Küche etwas zu fooden, ein den Geist und das Gespräch anregendes Gesöff aus Bacchus‘s Keller - es gibt auch einen Blöterliwasser-Keller -, ein „Loblied“ wird auf den Abend gesungen, die liebe Frau Präsidentin Mägi wird ein paar launige Grussworte an uns richten, und wir werden................................?????????????????

........Nichts werden wir!!! Tote Hose ist’s!

 

Und so muss ich heute schreiben:

Meine lieben Chorfreundinnen und -freunde,
es wird leider nichts mit unserem Schlusshock am 15.12. (der Termin wurde vom Vorstand anlässlich einer Sitzung vom ursprünglich vorgesehenen 01.12. auf den 15.12. verschoben). Mit feuchten Augen müssen wir Euch mitteilen, dass, nachdem wir schon nach der “Lichtblick-Wiederbeginn-Probe“ vom 20.10. das gemeinsame Singen erneut einfrieren mussten, nun auch noch auf den Schlusshock verzichten, und auch diesen „in den Kamin“ schreiben müssen. Der Vorstand hat dies aufgrund der aktuellen Corona-Situation so beschlossen. Zudem hätten, unter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutzmassnahmen mit Vierer-Tischen und einem Abstand von 1,5 m von Person zu Person, sowieso nur 16 Leute im „Jägersäli“ Platz. Ob das Stimmung gebracht hätte,...vor allem wenn der halbe Chor dazu noch fehlen würde?

Es ist jedoch sehr zu hoffen, dass Ihr am Abend des 15.12. dann nicht nur einfach am Daumen saugen oder Däumchen drehen müsst! Hingegen Daumen drücken, dass es jedem von uns gut gehe, und dass uns bald möglichst wieder bessere Zeiten beschieden sein mögen, das dürft Ihr! - Ob wir aber trotz Daumen drücken - oder Daumen hoch - so Mitte Januar 2021 eventuell anstelle des uns entgangenen Chorjahrschlusshocks einen Chorjahrbeginnhock organisieren könnten? Und ob wir am Dienstag, 09. Februar mit den Proben wieder beginnen dürfen? Und ob die auf Donnerstag, 25. Februar vorgesehene Jahresversammlung (bitte Datum vormerken) im gewohnten Rahmen stattfinden kann? Das alles steht noch auf wackligen Füssen.

Ich wünsche Euch aber, dass Ihr auf sicheren Füssen in die Adventszeit „einmarschieren“ könnt, und Euch Gesundheit und eine gute Zeit beschert sein mögen!

Herzliche Grüsse....
....ich kann nach diesem Geschreibsel da oben nicht gut sagen „im Namen des Vorstandes“, sonst hätte ich wohl ernsthafter, sachlicher, geschäftlicher und nicht so ausschweifend schreiben müssen!?

Na dann eben: Tschüss zäme, ufwiedersehn und ufwiederschnädere bi Glegeheit,....
und ufwiedersinge im Johr 2021
Sänger Fredy


Schutzkonzept für das Proben des FuM-Chor Ottoberg

Wir halten uns grundsätzlich an die aktuellen Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG)
und insbesondere an das Schutzkonzept der CH Chorvereinigung (aktuell Version 2 vom 21.10.2020) und an die Vorgaben des Schulzentrums Weitsicht.

 


 

Gesangsproben, pünktlich 2000 Uhr, Singsaal Weitsicht, Märstetten. Wir bitten alle Sängerinnen und Sänger um pünktliches Erscheinen.

Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.