Mägi Hohl, unsere Präsidentin

 

 

Chor Ottoberg hat neu eine Präsidentin: Mägi, Mägi Hohl ist ihr Name

 

Es war Sing-Dienstag, der 27. März 2018. Da stand sie, schlank, gross und strahlend am rechten Flügel des Soprans. Ich bin Mägi, Mägi Hohl, stellte sie sich kurz vor, und mit einem Hallo Mägi, willkommen in unserem Chor, wurde sie mit Freude in unsere Reihen aufgenommen. - Oh, eine gute und sichere Stimme hat sie, wurde bald einmal festgestellt. Sie zeigt Freude am Singen, strahlt, hat ein Lächeln im Gesicht dort, wo es zum Lied passt - was von gewissen andern Sängerinnen und Sängern nicht immer gesagt werden kann. Und sie hat Rhythmus im Blut, ist fast immer in Bewegung, wippt mit. Sie muss sicher eine gute Tänzerin sein, dachte sich der alte Schreiberling,  was ihm ein spitzbübisches Schmunzeln entlockte! Sicher aber ist, dem Chor tut sie sehr gut! Und wer hätte das gedacht: Nach nur knapp zwei Jahren im Chor wurde sie bereits zur Präsidentin erkoren. Welch‘ steile Chor-Karriere! Wer aber ist diese Mägi Hohl, die im Chor nur Erika Läubli kannte, und die in der Gemeinde Märstetten wohl kaum jemand kennen dürfte? Und woher kommt Mägi, Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, und die heute in einer glücklichen Beziehung lebt und in Frauenfeld wohnt?

 

Mägi Hohl - über das Alter einer Frau spricht man ja bekanntlich nicht, aber eine Frau hat in jedem Alter ihre Schönheit, ihre Reize - ist in Kreuzlingen  aufgewachsen und verbrachte dort auch ihre Schulzeit. Mit 5 Geschwistern herrschte bei ihr zu Hause ein lebhafter Betrieb und prägte damals schon ihr soziales Denken. Streng sei der Vater gewesen, meinte Mägi, aber bei 6 lebhaften Kindern sind wohl die Zügel fest in der Hand zu halten. „Für mich war es eine gute Lebensschule“, ist die heute dipl. Pflegefachfrau überzeugt.

Was löste den Gedanken zum Pflegeberuf aus, wollte ich von Mägi wissen. „Schon früh in der Schulzeit dachte ich an das Pflegen von Leuten, an einen Beruf, wo ich Kontakt zu den Menschen habe. Während der zweiten bis dritten Oberstufe schnupperte ich bei der Berufswahl - u.a. - in einem Altersheim“, erzählte Mägi. Und damit fiel der definitive Entschluss zur Ausbildung im Pflegeberuf, zur Pflegefachfrau. Acht Jahre arbeitete sie in der Spitex Region Müllheim und sammelte wertvolle Erfahrungen in der ambulanten Pflege. Durch eine Umstrukturierung bekam sie die Möglichkeit, die Pflege-Fachverantwortung einer Gruppe zu übernehmen. Gleichzeitig absolvierte sie am Weinfelder BfG (Bildung für Gesundheit) eine Leadership Ausbildung. „Mit dieser Weiterbildung erlangte ich Wissen, das mir für die Führung eines 14-köpfigen Teams von grossem Nutzen war“, sagte Mägi. So ist sie seit September 2016 Gruppenleiterin in der Parksiedlung Talacker in Frauenfeld und nimmt dort eine interessante, aber auch anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe wahr. Nach der Frage, was sie an ihrem Beruf besonders liebe, meinte sie: „Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch, liebe die Kommunikation, das Gespräch mit Menschen. Ihre besondere Stärke sei, so äusserte sie sich, Menschen auf ihrem Weg bis ans Ende des Lebens zu begleiten, von ihnen Abschied zu nehmen und auch die Angehörigen zu trösten - liebevolle palliative care eben.

 

Wie schafft Mägi den Ausgleich zu diesen sehr anspruchsvollen Aufgaben?
„Ich liebe die Natur, liebe auf einfache Art unterwegs zu sein. Wann immer möglich ziehe ich meine Wanderschuhe an, packe meinen Rucksack und mache mich auf die Socken. Es gibt nichts Schöneres, als auf einem Berg die Aussicht zu geniessen und mit sich zufrieden zu sein“, eine wunderbare Aussage. Weitere Energie für Körper, Geist und Seele tankt sie aber auch mit täglichem Yoga. - Mägi ist beim Singen - wie eingangs erwähnt - immer in Bewegung, deshalb die Frage: „ Tanzt du gerne? Und ist das auch relaxen für Dich?“ Wie eine Kugel aus dem Rohr kam ihre Antwort: „Ja“! Ob sie einen Lieblingstanz hätte, wollte ich wissen. Sie tanze alles gerne, ob Foxtrott, Jive, Samba, Tango, Salsa, sagte sie strahlend. „Na, wie wär’s wohl mit einem gehüpften Rock’n Roll? Ich lege gleich Rock around the Clock von Bill Haley auf“, sagte ich auffordernd! Sie lachte und fragte: „Sind wir nicht ein bisschen zu alt dafür?“, wobei sie damit vermutlich vor allem den alten Träumer visavis meinte! - Wenn wir schon bei den „Lieblingen“ waren gwunderte ich, „hast du auch ein Lieblingsgetränk?“ Prosecco, war ihre spontane Antwort! „Dieser weckt die Lebensgeister! Wir sind ein Clübli von vier Frauen und treffen uns regelmässig zu geselligen Prosecco-Gourmet-Schlemmer-Abenden!“ WOW! Und ein gutes Glas Rotwein verachtet sie ebenfalls nicht, was ich - auch Weingeniesser - nach den Proben schon freudvoll mit ihr erleben durfte! 

 

 

Zum Schluss aber doch noch: Wie kam Mägi zu unserem Chor? Erika Läubli, als eine gute Freundin von ihr - sie kennen sich über Spitex -, fragte sie zum Mitsingen. Und weil sie gerne singe - sie spielte schon als 12-jährige Gitarre, sang dazu und begleitete sogar mit einem Solo schon den Kreuzlinger  Handharmonika Club -, sagte sie JA, vorerst jedoch erst einmal zu ein-zwei Schnupperabenden,....aber sie blieb gleich hängen! Die Lieder gefielen ihr,  aber nicht nur das, wir seien ihr sofort ans Herz gewachsen, sie fühlte sich aufgehoben und spürte die Geselligkeit in unserem Chor. Sie freue sich nun auf die neue Aufgabe als Präsidentin - sie war schon einmal acht Jahre Präsidentin des Landfrauenvereins Uesslingen, ihrem früheren Wohnort, wo sie auch weitere Aktivitäten in der Gemeinde ausübte. Es sei für sie eine spannende Herausforderung, mit dem Chor gemeinsam auf den weiteren Weg zu gehen, und schliesst sich ganz dem Zitat von Paul Gauguin an, der da sagt: „Die grosse Herausforderung des Lebens liegt darin, die Grenzen in dir selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie du dir niemals hättest träumen lassen.“                                          

Für den Chor Ottoberg: Fredy Lüthy


Dirigentin

 Karin Bonderer

Karin Bonderer ist unsere strenge, aber immer für einen Spass zu habende Dirigentin. Karin wir danken dir herzlich, dass du uns deine Zeit schenkst und uns immer wieder für den schönen Gesang motivierst.


 

 

Chormitglieder

 

Alt

 

 Ines Aubry

Heike Aus der Au

Vreni Büchi

Ulrike Egner

Vreni Jünger

Heidi Lüthy

Carmen Marti

Lilo Strähl

Elisabeth Studer

 

Bass

 

Bruno Fankhauser

Albert Läubli

Fredy Lüthy   

Hansruedi Studer

Werner Stütz

 

Sopran

 

Claudia Fankhauser

Angela Herzog

Mägi Hohl

Christine Hug 

Erika Läubli

Elsbeth Lehmann

Kathrin Mayer

Elisabeth Oehler

Yvonne Peter

Renate Signer

Vreni Tschann

 

Tenor

 

Hans Bieri 

Lilo Cavallet

Rino Cavallet

René Giger

Hans Häsler

Alois Höpli

Walter Hug

Daniel Löpfe

Peter Jünger

Judith Rothen

Franz Tschann

 

Fähnrich

 

Stefan Jünger

 


 

Erreichte Erfolge

  • Prädikat Sehr gut am Schweizerischen Gesangsfest in Weinfelden 2008
  • Prädikat Sehr gut am Aargauer Kantonalgesangsfest 2009
  • Prädikat Gut am Thurgauer Gesangsfest 2011